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Kupplung

23.05.2017

Damit ein Wagen losfährt, muss man grundsätzlich zwei Hauptaufgaben meistern. Den Wagen starten geht noch, doch losfahren bedarf die Kenntnisse der Handhabung der Kupplung und des Schaltens der Getriebe. Die Kurbelwelle, die die Kraft für den Motor zur Verfügung stellt, muss also möglichst weich und Rückel frei dafür sorgen, dass sich die Räder zu drehen beginnen.

Kupplung
Jetzt, da der Wagen in Bewegung gekommen ist, muss der Fahrer die Gänge im Getriebe schalten. Auch hierbei muss der Kraftfluss vom Motor zum Getriebe von der Kupplung unterbrochen werden. Diese beiden Aufgaben erfühlt die Kupplung schon seit 100 Jahren und weil sie ihre Arbeit meistert, hat sich an ihrer Bauart nur wenig verändert.
Die Kupplung sitzt zwischen dem Motor und dem Getriebe und muss gewaltige Kräfte durchhalten. Man kann sie sich als einen Hamburger vorstellen, sie besteht nämlich aus drei Scheiben, das Schwungrad, die Druckplatte und die Reibscheibe in der Mitte. Tritt man nun auf das Kupplungspedal, entfernt man die äußeren Scheiben und die Räder stehen still. Sobald man das Pedal langsam loslässt, klammern der Schwingrad und die Druckplatte die Reibscheibe fester und drehen sie mit sich, die ist nun mit dem Getriebe verbunden und im ersten Gang fährt der Wagen langsam los. 
 
Dass die Kupplung seit ihrem Entwurf mehr als passend ihre Arbeit erledigt sagt uns schon der Fakt das sie mehr oder weniger nicht verändert wurde. Nur deren Ausdauer war zu bemeckern und mit dem Austausch der Baumaterialien hat sich auch das geregelt. Heutzutage hält die Kupplung glatt 100.000 Kilometer durch. Geht sie früher kaputt liegt es wahrscheinlich an einem Fehler im Umfeld, oder noch wahrscheinlicher am Fahrer. Das schlimmste das die Kupplung zerstört ist nämlich Hitze, bei 320 Grad beginnt sie sich aufzulösen, bei 450 Grad ist sie vernichtet. Hat der Fahrer einen Nervösen Tick an einer roten Ampel ständig kurz losfahren und wieder das Kupplungspedal betätigten, steigt die Temperatur unter der Motorhaube gewaltig und darüber freuen sich nur Mechaniker, die dann viel Arbeit haben.
 
Überlastet man die Kupplung, wie zum Beispiel im ersten Gang einen steilen Berg überwältigen, oder wenn man richtig schwere Anhänger ankoppelt und weite Entfernungen überwinden möchte. Den „Schweiß“ der schleifenden Kupplung riecht man ziemlich stark, der starke Geruch beißt uns in unsere Atemwege und man kann sich gewiss sein, dass man die 100.000 Kilometer nicht mehr erreicht. Mochte man also nicht früher als unbedingt nötig die Kosten der Kupplungsreparatur bzw. des Wechsels tragen, sollte man beim Autogebrauch die Kupplung möglichst schonen. Dies ist ziemlich einfach – Fuß vom Pedal! Müssen sie Schalten, Kupplungspedal betätigen, schalten und loslassen. Ihr Fuß sollte nicht am Pedal ruhen und damit die Reibscheibe und das Ausrücklager ständig und vor allem unnötig belasten. 
 
 
Hat man nun ein ungutes Gefühl das die Kupplung etwas rutscht, das heißt dass man nicht so schnell bzw. reaktiv losfährt wie gewohnt, dass die Motordrehzahl ansteigt, die Geschwindigkeit des Wagens aber nicht, sollte man den Zustand der Kupplung in einer Werkstatt überprüfen lassen. Früher hat man einen invasiven Test durchgeführt, den man heutzutage stark abrät. Und zwar hat man im Stehen den dritten oder vierten Gang eingelegt, die Handbremse angezogen, viel Gas gegeben und die Kupplung losgelassen. Ging der Motor aus, ist die Kupplung noch gut, im umgekehrten Fall nicht. Dies raubt jedoch der noch funktionierenden Kupplung mehrere Tausend Kilometer, der schon am Ende, kann das die sichere Vernichtung bedeuten und solch aggressives abwürgen ist auch für den Motor nicht ratsam. 
 
Die moderneren Kupplungen sind selbstnachstellend, was uns die Sorgen und die Kosten des Werkstattbesuchs für die Nachstellung spart, gleichzeitig bedeutet das aber leider, dass wir die Vergrößerung des Tret-wegs nicht mehr als Warnhinweis erkennen können. Kommt sie letztlich an ihr ende an, bemerkt man das lediglich an der Steifheit des Pedals, es wirkt „härter“. 
 
Hat das Ausrücklager einen defekt, bemerkt man das aber schneller und viel gewisser. Beim Tritt aufs Kupplungspedal brummt oder pfeift es nämlich oder das Pedal vibriert. Was auch immer für Defekte man schon beim Fahren erkennt, sollte man schnellstmöglich in eine Werkstatt fahren und die Kupplung überprüfen bzw. wechseln lassen. Findet die Kupplung oder der Ausrucklager während der Fahrt ihr Ende, wird das umso schwerere Folgen für den Autobesitzer bedeuten. Also nicht zu viel nachdenken und rumtesten, ab in die Werkstatt und das Auto von Profis für neue 100.000 Kilometer bereitmachen lassen.