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Wie man richtig Starthilfe gibt

09.01.2017

Wer hat es noch nicht erlebt? Voller Freude setzt man sich ins Auto, steckt den Schlüssen ein und dreht ihn... doch es kommt kein bekanntes Schnurren, sondern nur ein feuchteregender „Klack“. Keine Kontrollleuchte brennt, das Auto gibt keinen Mucks, es muss die Batterie sein. Besonders im kalten Wetter, wenn die Batterie älter ist oder der Wagen längere Zeit nicht gefahren wurde kann es passieren das sie sich entladet.

Wie man richtig Starthilfe gibt
Jetzt hilft es nur noch das Auto zu überbrücken. Normalerweise findet man schnell jemanden, der bereit ist sein Auto zu leihen, damit unser wieder anspringt. 
Wie so oft gilt auch hier die Devise: bereit sein ist alles. Für diesen Fall sollte man im Auto immer die Starterkabel bereit haben. Natürlich sollten sie im guten Zustand sein und dem Standard DIN-Norm 72 553/ISO-Norm 6722 entsprechen. Der Durchmesser der Kabel sollte minimal 16 Millimeter sein, wenn nicht sogar 25 oder 35 Millimeter bei stärkeren Dieselmotoren. Da die Schutzplastik bzw. der Gummi an der Kälte und mit der Zeit verhärtet, sollte man sie regelmassig prüfen, besonders aber vor dem Gebrauch. Die Kabel ausrollen und bei gutem Licht untersuchen. Sind die Starterkabel in bester Verfassung, stehlt man den anderen Wagen in unmittelbare Nähe mit den Motoren zusammen, damit die Kabel von einer Batterie bis zur anderen reichen, die Autos sollen sich aber nicht berühren.  
Bevor man jetzt die Kabel anschließt sollte man sicherstellen, dass der Schlüssel nicht im Zündschloss in der Position für Kontakt steht. Am besten ist es ihn ganz aus dem Zündschloss zu ziehen. Jetzt kann man die Pole an den Batterien freistellen um die Kabel anzuschließen. Die Pole sind guterkennbar an den Batterien gekennzeichnet, sollten Sie trotzdem zweifeln, bieten sie ein Fachmann um Rat. Hat man die Pole identifiziert, kann man jetzt die Kabel anschließen, aber Vorsicht bei der Reinfolge. Als erstes schließt man ein Ende des roten Kabels an den Pluspol der Batterie des Geberautos, das andere Ende ans Pluspol des Nehmerautos. Biete immer Plus an Plus anschließen! Danach klemmt man ein Ende des schwarzen Kabels ans Minuspol des Geberautos und das andere Ende an ein nicht lackiertes Metallteil des Motorraumes. Früher galt es Minus an Minus, besteht aber die Gefahr von Funken, die der Batterie schaden, deshalb gilt jetzt Minus an Masse. Sind die Klemmen der Kabel gut angeschlossen, kann man jetzt den Motor des Geberautos einschalten und im Lehrgang ein bis zweimal das Gaspedal betätigen. Jetzt können sie auch das Auto mit der Lehren Batterie einschalten. Wurde alles richtiggemacht und hatte das Auto kein anderen Defekt sollte es problemlos anspringen. Ungefähr eine Minute sollten beide Autos laufen, dann wird geraten im Nehmerauto einen größeren Verbraucher einzuschalten (Scheinwerfer oder die Heckscheibenheizung). Danach können sie das Geberauto abschalten und im Idealfall läuft das Nehmerauto weiter. Jetzt schalten sie wieder den Verbraucher aus um die Batterie nicht noch weiter zu strapazieren. Nun dürfen Sie die Starterkabel in umgekehrter Reinfolge abnehmen. Das heißt erst die Klemme des schwarzen Kabels vom Motorraum des Nehmerautos, dann die andere Klemme vom Minuspol am Geberauto. Danach die Klemme vom Pluspol des Nehmerautors und zuletzt die Klemme vom Pluspol des Geberautos.
Jetzt heißt es nur noch Batterie aufladen, mindestens eine stundelang rumfahren, idealerweise außerhalb der Stadt. Es ist aber äußerst ratsam die Batterie in einer Werkstatt überprüfen zu lassen ob sie nur aufs Neue am Ladegerät aufgeladen werden kann, oder ob man sie besser auswechseln sollte.